Israels bombing of Latakia is for torpedoing Rouhani

http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-24767571

„Israeli aircraft have carried out a strike near the Syrian coastal city of Latakia, a US official says.“

There is close to zero logic and military necessity in attacking defensive weapons of a neighboring country that is already stuck in a vicious and devastating civil war. The unprovoked attack on a country with which Israel is (at least officially) not at war does not become any more meaningful or legitimate even if we accept Israels claim that the destroyed weapons were supposed to be transferred to the lebanese Hezbollah.
Why is Israel so much concerned about the possible boost of the defensive capabilities of a militia in another neighboring country which has not violated a ceasefire that began 7 years ago?

Needles to object to Israels apparently unlimited „carte blanche“ to attack souvereign countries with impunity. This was the fifth or sixth such attack on Syria which Israel itself did not officially admit and which did not subject Israel to any criticism by the international mainstream media or by more or less unconditionally supportive western states. This is a disgraceful manifestation of blatant double standard. Just imagine Iran would attack a military airbase in Croatia to destroy weapons that were (allegedly or really) about to be shipped to Syrian rebels. Or Syria would attack a military convoy on the Turkish side of the border claiming it were carrying weapons for rebel fighters in Northern Syria. Nato would have declared war on Syria and each and every media outlet would have torn Assad apart.

The real motivation and purpose for Israels renewed attack on Syria is two-fold:
a) Provoke Syria to make the „mistake“ to retaliate, thus giving Israel and probably also Obama the pretext to unleash massive air raids on Syrian army positions and weaponry in order to help the rebels win a fight that they would not win otherwise in the short and mid term.
b) and this is much more important and relevant: „bomb“ Rouhani, his charm offensive and any perspective of US-Iranian rapprochment. Humiliating Syria and Assad once again is meant to provoke Iranian hardliners to undermine and defame Rouhanis peace initiative. Rouhani would be portrayed as a traitor and weak if he and Iran would ignore continuous unjustified attacks on Irans most important arab ally by the US´ most important anti-Iranian ally Israel.

The attack and also it´s time of occurrence – on the day the Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW) said all Syria’s declared equipment for making chemical weapons had been destroyed – is no coincidence. Israel is the true and most active systematic „destabilizer“ of the Middle East and currently Israels number one priority is to achieve Rouhanis failure.

The „civilized worlds“ short-breathed diplomacy regarding Syria

They say about Syria that the time for diplomacy is over, but when did this diplomacy start and when did it finish? All I remember is that the Americans, British, the French and their wahhabi allies from Qatar and Saudi Arabia sabotaged every negotiation and conference by stupidly demanding Assads political departure as a pre-condition.

But is it not „funny“ that the same war mongering Nato countries who expect Palestinians to take part in the farce of decade long end- and fruitless „peace talks“ with Israel now say their patience with Syria is over?

Assad und die Palästinenser

Palästinenser sollten die letzten sein, die auf Assad schimpfen. Die Wurzel aller Probleme Assads und Syriens ist die ungebrochene Solidarität mit den (sunnitischen) Palästinensern. Die „sunnitischen“ Staaten Jordanien und Ägypten schlossen Frieden mit Israel und haben ihre Ruhe, während der angeblich ach so sunnitenfeindliche Staat des Alawiten Assad weiterhin auf die Rückgabe der Golanhöhen pocht und keinen Friedensvertrag mit Israel eingeht. Würde Assad heute mit Israel Frieden schliessen, würden die Sanktionen in Kürze fallen, und die Bewaffnung und die Hofierung der Rebellen durch Israels westliche Unterstützer aufhören. Die USA würden Saudi Arabien und Katar zurückpfeiffen. Assad würde Gelder und Hilfen für den Wiederaufbau bekommen.

Assads Syrien, das ein relativ armes Drittweltland und keine von Gastarbeitern und Einwanderern aufrecht erhaltene, von den USA geschützte Petrodollarmonarchie ist beherbergt seit Jahrzehnten Hunderttausende Palästinenser. Selbst die untreue Hamas ist friedlich gegangen und wurde nicht wie die PLO in Jordanien anno 1970 (Schwarzer September) mit Tausenden Toten aus dem Land gejagt.

Die Palästinapolitik der Assads ist der beste Beleg, dass das Baathregime in Syrien durchaus säkular veranlagt ist und nicht religiös motiviert. Würde man die mehrheitlich sunnitischen Rebellen ihrer sunnitischen Glaubensrichtung wegen bekämpfen, würde es keinen Sinn machen, seit Jahrzehnten Partei für die Sunniten Palästinas zu ergreifen. Ausserdem würde sich unter solchen Umständen keine syrische Armee aufrecht erhalten, die mehrheitlich aus Sunniten besteht.

Die (angebliche) „Internationale Gemeinschaft“

Wenn die USA, Israel und ihre üblichen Nato-Verdächtigen (GB, Frankreich und inzwischen leider auch Deutschland) mal wieder auf der Suche nach einem regime change Opfer sind, dann schlägt die Stunde des verdammenden und belastenden Vokabulars, mit dem die Politiker der Weltpolizei und ihrer Co-„Befreier“ samt ihren meist gleichgeschalteten Massenmedien dem auserkorenen Feind zu Leibe rücken.

Während das Zielobjekt der Aggressionspläne der sich selbstherrlich „zivilisiert“ nennenden Neokolonialisten/Invasoren zum „Schurkenstaat“ erklärt wird, bestätigt man sich selbst gerne, indem man sich verbal ins Zentrum einer angeblich „internationalen Gemeinschaft“ begibt, die mit der gleichen selbstlosen und humanistischen Inbrunst das deklarierte Reich des Bösen beseitigen und dessen gepeinigte Bürger erlösen wolle.

Dem Konsumenten solcher Propaganda wird – oft erfolgreich – der Eindruck vermittelt, die breite Mehrheit der Menschheit und Staatengemeinschaft sei quasi demokratisch zu dem Schluss gekommen, das Erreichen des ach so hehren Ziels nötigenfalls mit Militärgewalt zu erzwingen.

So ungern es der Durchschnittsamerikaner und der zentraleuropäische, sich mindestens subtil im rassistischen Herrendenken befindende  „Eurozentrist“ auch sehen, sie sind nicht die „internationale Gemeinschaft“, als die sich ihre Mainstreammedien gerne bezeichnen und preisen.

Ende August findet das 16. Treffen des Non-Aligned Movement (NAM) in Teheran statt, einem der eingangs erwähnten angeblichen „Schurkenstaaten“.  118 von 192 Staaten der Welt werden teilnehmen, darunter die BRICS Staaten (Brazil, Russia, India, China, South Africa). Zum Ärger der führenden Kriegstreiber-, Waffenexport- und Besatzerstaaten der Welt, USA und Israel, wird auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon teilnehmen.
Es gibt also auch offensichtlich diese „andere“ und sehr grosse internationale Gemeinschaft, die keine Probleme hat, ihr Treffen in Teheran abzuhalten.
Die Existenz dieser doch so unterschiedlichen aber grösseren Staatengemeinschaft  sollten sich alle Nachrichtenleser und -hörer vor Augen führen, wenn das nächste Mal die ach so seriösen öffentlich-rechtlichen TV-Sender oder niveauvollen Tageszeitungen von jener „internationalen Gemeinschaft“ sprechen, die jetzt „die Geduld mit dem Diktator verloren“ hat und daraufdrängt, die bis an die Zähne bewaffneten militärischen Kampfhunde von der Leine zu lassen.