Die (angebliche) „Internationale Gemeinschaft“

Wenn die USA, Israel und ihre üblichen Nato-Verdächtigen (GB, Frankreich und inzwischen leider auch Deutschland) mal wieder auf der Suche nach einem regime change Opfer sind, dann schlägt die Stunde des verdammenden und belastenden Vokabulars, mit dem die Politiker der Weltpolizei und ihrer Co-„Befreier“ samt ihren meist gleichgeschalteten Massenmedien dem auserkorenen Feind zu Leibe rücken.

Während das Zielobjekt der Aggressionspläne der sich selbstherrlich „zivilisiert“ nennenden Neokolonialisten/Invasoren zum „Schurkenstaat“ erklärt wird, bestätigt man sich selbst gerne, indem man sich verbal ins Zentrum einer angeblich „internationalen Gemeinschaft“ begibt, die mit der gleichen selbstlosen und humanistischen Inbrunst das deklarierte Reich des Bösen beseitigen und dessen gepeinigte Bürger erlösen wolle.

Dem Konsumenten solcher Propaganda wird – oft erfolgreich – der Eindruck vermittelt, die breite Mehrheit der Menschheit und Staatengemeinschaft sei quasi demokratisch zu dem Schluss gekommen, das Erreichen des ach so hehren Ziels nötigenfalls mit Militärgewalt zu erzwingen.

So ungern es der Durchschnittsamerikaner und der zentraleuropäische, sich mindestens subtil im rassistischen Herrendenken befindende  „Eurozentrist“ auch sehen, sie sind nicht die „internationale Gemeinschaft“, als die sich ihre Mainstreammedien gerne bezeichnen und preisen.

Ende August findet das 16. Treffen des Non-Aligned Movement (NAM) in Teheran statt, einem der eingangs erwähnten angeblichen „Schurkenstaaten“.  118 von 192 Staaten der Welt werden teilnehmen, darunter die BRICS Staaten (Brazil, Russia, India, China, South Africa). Zum Ärger der führenden Kriegstreiber-, Waffenexport- und Besatzerstaaten der Welt, USA und Israel, wird auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon teilnehmen.
Es gibt also auch offensichtlich diese „andere“ und sehr grosse internationale Gemeinschaft, die keine Probleme hat, ihr Treffen in Teheran abzuhalten.
Die Existenz dieser doch so unterschiedlichen aber grösseren Staatengemeinschaft  sollten sich alle Nachrichtenleser und -hörer vor Augen führen, wenn das nächste Mal die ach so seriösen öffentlich-rechtlichen TV-Sender oder niveauvollen Tageszeitungen von jener „internationalen Gemeinschaft“ sprechen, die jetzt „die Geduld mit dem Diktator verloren“ hat und daraufdrängt, die bis an die Zähne bewaffneten militärischen Kampfhunde von der Leine zu lassen.

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